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Richtig Tapezieren

So wird's gemacht!

Tapezieren ist eigentlich gar nicht schwer! Im Folgenden wollen wir Ihnen eine Anleitung an die Hand geben, mit der Sie in Windeseile zum Tapezierprofi werden!


Die Wahl der richtigen Tapete:


Bei der Auswahl Ihrer Tapete sollten nicht nur optische und gestalterische Aspekte im Vordergrund stehen, Sie sollten sich ebenso Gedanken darüber machen, wo diese Tapete angebracht werden soll. So gibt es z.B. spezielle, abwaschbare Tapeten für Kinderzimmer, Bäder und Küchen. Unser Fachpersonal klärt Sie gerne über die verschiedenen Eigenschaften der Materialien auf und unterstützt Sie bei der Entscheidungsfindung.


Grundsätzlich unterscheidet man folgende Tapetenarten:


Raufaser-Tapeten: Das gängigste und am weitesten verbreitete Modell, lässt sich fast überall einsetzen und gegebenenfalls sehr gut mit Dispersionsfarben überstreichen. Mit einer Raufaser-Tapete lassen sich auch Unebenheiten und kleine Risse ausgleichen.


Papier-Tapeten: Der Klassiker in jedem Kinderzimmer: Papiertapeten sind meist mit bunten Motiven, wie z.B. Comicmotiven bedruckt. Es gibt jedoch auch solche, mit erwachsenerem Aufdruck wie Designermuster. In diesem Fall steigt die Schwierigkeit beim Tapezieren, da die Tapetenbahnen so nebeneinander geklebt werden müssen, dass die Muster überlappen und keine unschönen Verschiebungen auftreten.


Papier-Präge-Tapeten:
Diese Tapeten wurden mit Prägewalzen bearbeitet ("Duplex-Prägung") und weisen darum haptische Prägemuster auf. Diese Tapeten lassen sich sehr leicht verarbeiten und schaffen ein edles Raumambiente.


Profil- oder "Struktur-Vinyl"-Tapeten:
Hier werden mit Hilfe verschiedener Materialien, wie Kunststoffen dreidimensionale Relief-Effekte (optische Wirkungen) gestalten, die mit einem normalen Anstrich niemals möglich wären.


Textil-Tapeten: Bei dieser Tapetenart kommen, wie der Name bereits vermuten lässt Textilien zum Einsatz. So werden unter anderem Jute, Seide, Leinen und Baumwolle zur Herstellung verwendet. Diese Tapeten sind sehr empfindlich und von daher schwer anzubringen, schaffen aber ein sehr gemütliches Raumklima.

"PVC"-Tapeten:
Da sie mit Kunststoffen beschichtet werden, sind diese Tapeten äußerst pflegeleicht und einfach anzubringen. Sie eignen sich hervorragend für Bäder und Küchen. Auf Grund ihrer Wasserundurchlässigkeit müssen derart verkleidete Räume jedoch öfter gelüftet werden.


Metall-Tapeten:
Diese sehr exklusiven Tapeten weisen sehr interessante, optische Effekte auf, die durch das Ätzen, Oxidieren oder Prägen ihrer Metallbeschichtung entstehen. Um mit diesen Tapeten zu arbeiten, sollte man jedoch schon sehr erfahren sein, da jede Falte und Unebenheit deutlich sichtbar bleiben.


Bild-Tapeten: Mit diesen Tapeten können Sie sich zum Beispiel das Meer ins Arbeitszimmer holen. Riesige Fotomotive bilden die Oberfläche dieser Tapeten und sorgen für spektakuläre Raumgestaltungen. Beim Anbringen dieser Tapeten sollte man jedoch sehr genau arbeiten, da die einzelnen Bahnen Millimeter genau nebeneinander geklebt werden müssen, um ein überzeugendes Ergebnis zu erzielen.

Neu bei BGU:

Tapete "Living Walls"

 

Grundsätzlich sollten Sie bei der Wahl Ihrer Tapete folgendes beachten:
Große Räume können mit Hilfe von kräftigen Farben und Mustern kleiner und so gemütlicher wirken. Bei kleinen Räumen kann man „mehr Platz schaffen“, wenn man helle Farben oder sehr kleinflächige Muster einsetzt. Mehr Höhe in niedrigen Räumen erreichen Sie mit einer weiß tapezierten Decke und Wandtapeten mit senkrechten Streifen. Waagrechte Streifen helfen bei zu hohen Räumen.

Wie viel brauche ich denn nun?

Wenn Sie sich für die richtige Tapete entschieden haben, sollten Sie ermitteln wie viel Material Sie benötigen. Hierzu misst man alle Wandflächen ohne Türen und Fenster aber mit Fensterlaibungen aus. Das Standard Rollenmaß einer Euro-Tapete beträgt 0,53 Meter Breite, somit lässt sich die benötigte Anzahl der Rollen ausrechnen.


Es gilt die Faustregel:
Raumumfang x Raumhöhe : 5 = ungefährer Bedarf


Werkzeuge

Für ein perfektes Tapezierergebnis benötigen Sie das richtige Werkzeug. Bei uns finden Sie alles, was Sie zum Messen, Planen, Zuschneiden, Ausrichten und Anbringen von Tapeten benötigen. Vor allem die Wahl des richtigen Tapetenkleisters sollte gut überlegt werden. Lassen Sie sich auch hierbei von unserem Fachpersonal beraten!

Los geht’s:

Sobald Sie alle benötigten Materialien und Werkzeuge beisammen haben, können Sie anfangen zu tapezieren.
Zunächst sollten Sie den Untergrund entsprechend vorbereiten. Dieser Arbeitsschritt ist sehr wichtig und kann mehr Zeit in Anspruch nehmen als das Anbringen der Tapete selbst.
Zunächst muss die Saugfähigkeit des Untergrundes ermittelt werden. Benetzen Sie die Wände mit ein wenig Wasser und beobachten Sie ob und wie schnell dieses einzieht. Ideal ist es, wenn das Wasser langsam einzieht. Sollte sich die Fläche sofort dunkel färben, ist die Saugfähigkeit zu hoch, zieht das Wasser gar nicht ein, ist sie zu niedrig.
Sollte die Saugfähigkeit zu hoch sein, hilft ein wenig Kleister. (Achten sie hierbei auf das empfohlene Mengenverhältnis!) Ist die Saugfähigkeit zu niedrig können Sie eine sog. „Rollenmakulatur“  auftragen, die hier Abhilfe schafft.
Wollen Sie die Tapete über einen alten Anstrich anbringen, müssen sie die alte Farbe mit einem Messer ein wenig anritzen und kleben Sie einen Streifen Klebeband darüber. Sollten beim Abziehen des Klebebandes Farbpartikel an diesem haften bleiben, wird die neue Tapete wahrscheinlich nicht dauerhaft auf der Farbe halten. Somit sollte der komplette Anstrich entfernt werden.
Alte Tapeten müssen generell entfernt werden. Hierbei hilft Tapetenablöser.
Die Fußbodenlatten sollten ebenfalls entfernt werden und nach dem Tapezieren wieder angebracht werden. So verschwinden unsaubere Abschlüsse hinter der Leiste.


Zuschneiden:

Nach der Vorbereitung des Untergrundes werden die Tapetenbahnen zugeschnitten. In der Regel sollte man pro Bahn oben sechs und unten vier Zentimeter dazu addieren. Ein spezielles Tapetenmesser, sowie ein Tapeziertisch sind unumgängliche Hilfsmittel für diesen Vorgang. Bei Motiv oder Mustertapeten müssen Sie darauf achten, dass die Muster beim Zuschnitt übereinstimmen, damit es später keine unschönen Verschiebungen zwischen den Bahnen gibt.


Kleben:
Rühren Sie den Kleister an. Hierbei richten Sie Sich nach den Vorgaben auf der Verpackung. Je schwerer die Tapete ist, desto dicker sollte der Kleister angerührt werden. Bestreichen Sie nun die Rückseite einer Tapetenbahn gleichmäßig mit Kleister. Beachten Sie hierbei, dass auch die Ränder ausreichend eingekleistert werden, da sich diese sonst ablösen könnten. Nun lassen Sie den Kleister ungefähr eine viertel Stunde lang einweichen und klappen sie anschließen die Bahn an einem Ende zu 2/3 und am anderen Ende zu 1/3 so ein, dass die eingekleisterten Flächen aufeinander zu liegen kommen. Dieser Schritt erfordert ein wenig Übung. Haben Sie also Geduld, wenn Sie das Ergebnis nicht auf Anhieb überzeugt. Sie können falsch zusammengelegte Tapeten jederzeit wieder auseinander ziehen und erneut zusammenlegen.


Anbringen:
Zunächst sollten Sie das entsprechende Wandstück mit ein wenig verdünntem Tapetenkleister bestreichen. Zeichnen Sie dann mit Hilfe eines Lotes einen exakt senkrechten Strich auf die Wand. Nun legen Sie die eingekleisterte, erste Bahn direkt unter der Decke an die Markierungslinie. Lassen Sie hierbei zwei bis drei Zentimeter nach oben überstehen, um später einen sauberen Abschluss zu erzeugen. Die erste Bahn sollte besonders präzise angeklebt werden, da sich Fehler, die hier entstehen durch den ganzen Raum ziehen werden. Streichen sie nun die Bahn von oben nach unten und von Innen nach Außen mit einer Tapezierbürste vorsichtig glatt. Achten Sie hierbei darauf, dass keine Lufteinschlüsse entstehen. Notfalls müssen sie kleinere Lufteinschlüsse mit einem gezielten Schnitt entlüften. Zuletzt schneiden Sie Oben und Unten den Überstand der Bahnen sauber ab. Anschließend muss die Bahn trocknen. Die Raumtemperatur sollte maximal 20 Grad betragen, da sonst Risse und Spannungen entstehen können.
Achten Sie beim Anbringen der nächsten Bahnen auf einen sauberen Anschluss und korrekte Musterübergänge! Beim Tapezieren der Außenecken lassen Sie die Tapetenbahn ein bis zwei Zentimeter über die Ecke hinausstehen und kleben Sie diese sauber herum. Die nächste Bahn wird dann bündig mit der Eckenkante ausgerichtet. Bei einer Innenecke schneiden Sie einfach beide Bahnen bündig mit der Ecke ab.
Bei Fenstern lassen sie einfach die jeweilige Bahn über das Fenster hinausstehen und schneiden anschließend den Rahmen oder die Nische passend aus.


So schwer klingt das gar nicht? Ist es auch nicht!
Besuchen Sie uns in unserer neu eröffneten Abteilung für Farben und Tapeten in Ansbach! 

Selbstverständlich finden Sie bei uns auch die passenden Gardinen zu Ihrer neuen Tapete! (br)